(Traktat), das; -(e)s,-e
1. Abhandlung
2. (rel.) Flugschrift rel. Inhalts


Eigentlich sind das hier eher Aussagen, die eine gewisse Logik beeinhalten. Zuerst wirst du sie, mitleidig lächelnd, kurz überlesen, dann jedoch stutzen und noch einmal überfliegen. Was dann auch immer passieren wird, die dunkle Saat ist gesät und die Frucht des Bösen wird langsam in dir heranreifen. Ja in dir, in diesem Moment. Shhhh .. fürchte dich nicht, ab jetzt liegt es nicht mehr in deiner Hand. Du kannst dein Leben weiterleben und wirst nichts von dem merken, was in dir wächst.
Wann es passiert kann ich dir nicht sagen, aber WAS passiert sollst du wissen: du wirst sterben, und das alles. Nur, weil du diesen Text hier gelesen hast. Traurig, was? Dummer Fehler, hätte nicht passieren sollen. Naja, vielleicht in einem anderen Leben. Dieses hier wird sich ja früher oder später selbst beenden.


Der berühmte Äpfel - Birnen - Vergleich

"Man kann doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen" - so schallt es des öfteren, eingerahmt von herablassendem Gelächter, aus dem intellektuellen Wald und so mancher Bierstube. Hiermit möchte ich diesen vorvorletzten Berg des Wahnsinns stürmen und mein Stück zur Volksaufklärung beitragen.

introducing first: the APFEL

(Apfelis Neandertalensis)

künftig: Objekt A
last but not least: the BIRNE

(Birnus Saftikus)

künftig: Objekt B


Visualisierung (außen)


Objekt A sieht in der Tat deutlich anders aus als Objekt B. Während sich Objekt A eher apfelförmig präsentiert und farblich aus harmonierenden Rottönen besteht, kleidet sich Objekt B in eine birnenförmige Gestalt mit gepunkteter Färbung aus grüngelben bis hellbraunen Tönen.

Beide Objekte unterscheiden sich ebenfalls durch die Beperlung (extern anliegende Flüssigkeitsansammlungen in Tropfenform, die nicht dem eigentlichen Untersuchungsobjekt zuzuordnen sind). Die markante Beperlung des Objekts A wird weder nachgeahmt noch übertroffen von Objekt B. Das gleiche gilt für die völlig unterschiedliche Beblattung. Dem einzelnen Blatt des Objekts A steht das blattleere Objekt B in grandios konträrer Offenheit entgegen, genauso wie der Neigungswinkel des Schornsteins (amateurhaft gelegentlich auch: Stiel, Stumpf, Auge, Pinsel ) von geschätzten 5° zu ebenfalls geschätzten 45° bei Objekt B. Das ist immerhin ein Unterschied von 900%!

Dieser kurze Auszug über die Oberfläche läßt sich bereits mit etwas gutem Willen als "Vergleich" interpretieren, aber sehen wir weiter.

Visualisierung (innen)


Zur Freude und auch zur Überraschung des Untersuchenden (mir) findet sich in Objekt A die Versuchung des heiligen Antonius von Salvador Dali.

Warum?

Das Dali seine Version des Antonius-Themas erstellt und bei ihm im Gegensatz zu Max Ernst mehr von der Aussage des Surrealistischen Manifests und seiner eigener paranoisch- kritischen Methode enthalten ist? Weil bei ihm die Versuchung selbst nicht in einer so mystischen und mit typischen Höllenfiguren versehenen Darstellung geschildert wird? Er die Schilderungen auf eine Imaginäre Ebene hebt und die Dämonen als “Trugbilder” beschreibt (Trugbilder sind essentielle Bestandteile des Surrealismus)? Oder weil Antonius heute als der erste Mönch gilt und Objekt A über Dali Protest gegen die staatliche Herrschaft und die moralisch erschwachte Kirche untergründig versteckte Kritik an der Verweltlichung des Glaubens übt?

Objekt B war nicht annähernd so kreativ. Ihm fiel nichts ein. Früchte nach Art des Objektes B sind generell nicht sehr kreativ. Sie stehen höchstens für den Kopf eines einst hochgeachteten Politikers und Politstrategen, also genaugenommen für Weltuntergang und der ist schon seit Nostradamus zum Massenphänomen verkommen.

^^)°(^^ enthält die Zahl des Tieres, 666!

^^)°(^^ besteht, wie man sieht, aus 7 Zeichen. Nach dem legendären System der Göttin Ascii ergibt die folgende Zahlenmenge:

^ = 094
^ = 094
) = 041
° = 176
( = 040
^ = 094
^ = 094

633

633! Die Summe der Zahlen der ewig letzten Plätze ergibt (3+3) = 6, die Zahl des Ursprungs, sowohl geistig als auch zwischenmenschlich. So beansprucht die 633 den geteilten Anfang in sich, der, nimmt man beide Seiten zusammen, wieder den Anfang ergibt. Sie zelebriert geradezu in sich abgeschlossene Koexistenz.
Nun ist es nur noch ein kleiner und für den Interessierten natürlich offensichtlicher Schritt: die doppelte Quersumme der einzelnen Elemente (4,4,5,5,4,4,4) ergibt 30. Addiert man nun den Zähler des Teufels (1 für jede Zahl) hinzu, ergibt sich die Zahl der Drehung, 33. Dieser Zahl fehlt der Ursprung und sie zeigt meisterhaft die Verlorenheit des Individuums, im poetisch-chaotischen Sinn eine Entwurzelung.
Satan vereint Anfang (633) und Verlorenheit (33) in sich, was nur eine Konsequenz zuläßt: 666.